RISIKO: ❌ Angeordneter Zweirichtungs-Radweg? ❌ Selbstgemacht als Geisterfahrer?
❌ Riskant ist es immer, mit dem Fahrrad entgegen der "üblichen" Fahrtrichtung unterwegs zu sein.
❌ Dabei ist es egal, ob dieses Geisterradeln amtlich angeordnet wurde, so wie es die Stadt Langenhagen oft ausgeschildert hat.
❌ Oder ob Radfahrer ...

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Die Grundlage und das Bild: Bericht in der HAZ Langenhagen vom 9.4.2026 über die Zählungen das Radverkehrs als Basis fürs sichere(re) Radfahren in Langenhagen
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Rauf aufs Rad - aber sicher(er)!
Langenhagen: Liebe Radfahrende!
❌ Ihr habt es (mit) in der Hand, sicher(er) nachhause zu kommen, denn Geisterradeln erhöht EUER Unfallrisiko um den Faktor 10.
Für Euer 10-faches Unfall-Risiko ist es egal, ob Ihr:
- 1️⃣. Die meisten Geisterfahrer-Rad-Unfälle:
nicht “rechtsseitige” Fahrt, sondern vorschriftenwidrig aus eigenem Entschluss / freiwillig auf der falschen Seite als Geisterfahrer-Radfahrt - 2️⃣. Die weiteren Geisterfahrer-Rad-Unfälle:
oder ob Ihr, gezwungen durch Beschilderung, aufgestellt von der Stadt Langenhagen, als Geisterfahrer radelt!
❌ Was Ihr selber zur Reduzierung Eures eigenen Radfahr-Risikos / zur Verringerung der Unfallzahlen tun könnt:
- Fahrt nicht als Geisterfahrer / Geisterradler!
✅ Was der ADFC Langenhagen - zusammen mit der Stadtverwaltung, der Straßenbehörde, der Polizei und mithilfe der Langenhagen-Karte aus dem Anti-Radunfall-Tool www.Fahrrad-Unfallorte.de - bereits getan hat und weiter tun wird, ist die Gefahrenreduzierung an “verordneten” Geisterradel-Stellen = ausgeschilderte Zweirichtungsradwege, u.a.:
- Vorfahrts- und Vorsicht-Radfahrer-Schilder in beide Richtungen: Beide Tankstellenausfahrt Kiebitzkrug
- separate Fahrrad-Spur: Einmündung Hainhäuser Weg auf die Walsroder Straße
- Bodenschwellen: Ausfahrt “Wasserwelt” auf die Theodor-Heuu-Straße
- STOP-Schild & Haltelinie: Einmündung Niederrader Allee auf die Theodor-Heuss-Straße
- …
- An diesem Rad-Unfallschwerpunkt ist der ADFC Langenhagen gerade dran: Einmündung Straßburger Straße auf die Godshorner Straße
- …
Aber selber etwas tun für weniger Rad-Unfälle, das hängt auch besonders von den Radfahrenden ab:
‼️Bloß nicht nicht da Geisterradeln, wo es nicht erlaubt ist. Wer es trotzdem macht, siehe Bild:
- Ihr fahrt selber gefährlicher Rad (Faktor 10!),
- und Ihr verursacht auch im entgegenkommenden Radverkehr deutlich mehr Unfälle!
Statistik
2024 gab's in Langenhagen 34 % mehr Radunfälle mit Personenschaden als im Bundes-Ø, wovon ein erheblicher Anteil durchs Geisterradeln verursacht wurde, egal:
- ob die Radfahrenden durch städtische Vorgaben dazu gezwungen wurden
- oder ob sie durch vorschriftenwidriges Geisterradeln verursachten.
Die Rad-Unfall-Statistik Langenhagen basiert auf den Angaben der Polizei Langenhagen: Die Daten für 2025 wird hier im Sommer 2026 veröffentlicht.
Resumée: Die Wahrheit ist unbequem
Hier wird Gefahr selber gemacht bzw. angeordnet – und Unfälle mit Radbereiligung sind keine Überraschung, sondern die logische Folge.
- Wer so Rad fährt bzw Radstrecke . plant, produziert Konflikte. Wer das so hinnimmt, auch …
Literatur
“Nutzung von Radwegen in Gegenrichtung - Sicherheitsverbesserungen”
Verfasser
- Dankmar Alrutz
- Wolfgang Bohle
- Stefanie Busek
| Verfasserangaben: | Dankmar Alrutz, Wolfgang Bohle, Stefanie Busek |
|---|---|
| URN: | urn:nbn:de:hbz:opus-bast-15736 |
| ISBN: | 978-3-95606-186-8 |
| Schriftenreihe (Bandnummer): | Berichte der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, Reihe V: Verkehrstechnik (261) |
| Dokumentart: | Buch (Monographie) |
| Sprache: | Deutsch |
| Datum der Veröffentlichung (online): | 20.10.2015 |
| Jahr der Erstveröffentlichung: | 2015 |
| Beteiligte Körperschaft: | Planungsgemeinschaft Verkehr |
| Datum der Freischaltung: | 20.10.2015 |
| Freies Schlagwort / Tag: | Deutschland; Forschungsbericht; Gegenverkehr; Radweg; Sicherheit; Straßenverkehrsrecht; Unfallhäufigkeit; Verbot Accident rate; Cycle track; Germany; Meeting traffic; Prohibiton; Research report; Safety; Traffic regulations |
| Institute: | Sonstige / Sonstige |
| DDC-Klassifikation: | 6 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 62 Ingenieurwissenschaften / 620 Ingenieurwissenschaften und zugeordnete Tätigkeiten |
| collections: | BASt-Beiträge / ITRD Sachgebiete / 83 Unfall und Mensch |
Intro
Während der Erkenntnisstand über die hohe Gefährdung des regelwidrig linksfahrenden Radverkehrs vergleichsweise gut ist, liegen über die Sicherheit auf Radwegen, die in beiden Richtungen befahren werden dürfen, bislang nur wenige belastbare Erkenntnisse vor. Die Untersuchung sollte:
- die Gefährdung des regelwidrig linksfahrenden Radverkehrs auf Einrichtungsradwegen mit der des linken Radverkehrs auf Zweirichtungsradwegen vergleichen,
- die Wirkung verschiedener Maßnahmen zur Sicherung des linken Radverkehrs auf Zweirichtungsradwegen untersuchen und sie sollte
- aus den Ergebnissen Handlungsstrategien zur Erhöhung der Sicherheit im Zusammenhang mit dem Linksfahren ableiten.
Dazu wurden folgende Arbeitsschritte durchgeführt:
- Umfrage unter Städten, Gemeinden und Landkreisen zur Praxis und zu Erfahrungen mit der Zulassung und Sicherung des Radverkehrs auf Radwegen in Gegenrichtung,,
- Analyse des Verkehrsverhaltens im Radverkehrs auf Radverkehrsanlagen mit Zweirichtungsbetrieb mit Vergleich zu Ergebnissen aus einer anderen Untersuchung an Straßen mit beidseitigen Einrichtungsradwegen,
- Unfallanalysen zur Ermittlung des Unfallrisikos linksfahrenden Radverkehrs unter Berücksichtigung verschiedener Maßnahmen zu seiner Sicherung, - Videobeobachtungen an Einmündungen und verkehrsreichen Grundstückszufahrten mit unterschiedlichen Sicherungsmaßnahmen.
Die Ergebnisse zeigen, dass
- auf Zweirichtungsradwegen der Anteil des in Fahrtrichtung auf der linken Straßenseite fahrenden Radverkehrs einer Zielrichtung im Mittel etwa doppelt so hoch ist wie der Anteil der unerlaubt Linksfahrenden bei beidseitigen Einrichtungsradwegen,
- an Einmündungen und Grundstückszufahrten von zahlreichen einbiegenden Kfz nicht mit der notwendigen Sorgfalt bzgl. Bremsverhalten und Blickkontakt auf eine Radverkehrsfurt mit Zweirichtungsbetrieb zugefahren wird, wobei ungünstige Sichtverhältnisse Problem erhöhend wirken,
- auch im Radverkehr auf Zweirichtungsradwegen in linker Richtung ein fehlendes Problembewusstsein für die erheblichen Gefährdungsrisiken im Einmündungsbereich weit verbreitet ist,
- die mittlere Unfallrate im Linksverkehr auf Zweirichtungsradwegen etwa doppelt so hoch liegt wie die im Rechtsverkehr,
- auf Einrichtungsradwegen die mittlere Unfallrate des regelwidrig links fahrenden Radverkehrs etwa doppelt so hoch ist wie für den linken Radverkehr auf Zweirichtungsanlagen,
- die Unfallabläufe sich bei regelwidrig als auch bei erlaubt linksfahrendem Radverkehr nicht unterscheiden und durch Einbiegen/Kreuzen-Unfälle mit Kfz an Einmündungen und Grundstückszufahrten geprägt sind, wobei unzureichende Sichtverhältnisse zwischen einbiegenden Kfz und dem linken Radverkehr ein wesentliches Gefährdungsmerkmal darstellen.
Acht Folgerungen / Empfehlungen
- Eine Freigabe innerörtlicher Radwege in Gegenrichtung sollte weiterhin nur in Ausnahmefällen erwogen werden.
- Die Bestimmungen der VwV-StVO für die Freigabe linker Radwege sollten sogar noch präzisiert werden.
- Eine besondere Aufmerksamkeit ist den aufgrund örtlicher Gegebenheiten kritischen Einmündungen und Grundstückszufahrten zu widmen.
- Grundsätzlich ist die Einhaltung ausreichender Sichtbeziehungen zu gewährleisten.
- Neben den gemäß VwV-StVO erforderlichen Beschilderungen kann durch zusätzliche Sicherungsmaßnahmen wie Piktogramme mit Richtungspfeilen, Roteinfärbung der Radverkehrsfurt und insbesondere bauliche Maßnahmen ein spürbarer Sicherheitsgewinn erzielt werden.
- Für die Verkehrssicherheitsarbeit kommt der Information und Aufklärung des Radverkehrs über die Gefahren des Linksfahrens besondere Bedeutung zu.
- In der Fahrschulausbildung und auch danach (z.B. Pressekampagne) sollte dafür sensibilisiert werden, an Einmündungen und Grundstückszufahrten grundsätzlich auf Radverkehr aus beiden Richtungen zu achten.
- Bei Einrichtungsradwegen sollte das regelwidrige Linksfahren insbesondere bei Unfallauffälligkeiten überwacht und geahndet werden.