
JEDER Punkt = 1 Radunfall! 33(!) Radunfälle Berlin, direkt an der Kreuzung Münzstraße / Rosa-Luxemburg-Straße, sowie weitere 100 auf der Karte verzeichnete Rad-Unfälle © www.Fahrrad-Unfallorte.de: ADFC Langenhagen - Region Hannover e.V. / ADFC Rastede - Ammerland e.V.
Mehr Radfahr-Verkehrssicherheit: ADFC-IT-Projekt unterstützt Unfallreduzierung
www.Fahrrad-Unfallorte.de:
Bringt Instant-Hilfe! Das ADFC-IT-Projekt zur systematischen Einleitung von radunfall-reduzierenden Maßnahmen
➡️ Direkt zum Projekt: https://www.Fahrrad-Unfallorte.de
➡️ Probier's doch MEHR selber mal aus:
➡️ Mit den Links unten auf dieser Seite …
Radfahren:
Sicher(er) ist besser! Und so geht's …
Mehr Sicherheit für Radfahrende ist eines der zentralen Anliegen des ADFC — bundesweit, in den Landesverbänden und vor Ort. Dafür braucht es überzeugende Argumente, die eine solide Datenbasis als Grundlage haben.
Genau hier setzt das ehrenamtlich entwickelte Projekt www.Fahrrad-Unfallorte.de an:
- Seit 2022 macht es amtliche Unfalldaten so zugänglich, dass Aktive im ADFC, Mitarbeitende in den Kommunalverwaltungen und Politiker*innen erstmals ein gemeinsames, leicht verständliches Bild der Radverkehrssicherheit erhalten.
Dazu bereitet diese Web-Anwendung Daten aus dem Unfallatlas des Statistischen Bundesamts so auf, dass sie bundesweit vergleichbar und gleichzeitig lokal nutzbar werden. Kernstück ist dabei die Anzeige aller Verkehrsunfälle der vergangenen Jahre, an denen Radfahrende beteiligt und bei denen Personen verletzt wurden, auf einer Karte. Dadurch wird sichtbar, wo Radfahrende
besonders gefährdet sind — und wo Verbesserungen wirken.
Karten / Daten / Fakten:
Ein Gewinn für die Rad-Arbeit des ADFC vor Ort — vom Dorf bis zur Großstadt
Ob Flensburg, Fulda oder Freiburg: Jede Gemeinde erhält eine eigene interaktive Fahrrad-Unfallkarte. ADFC-Gliederungen können diese Karten frei nutzen, um Gefahrenstellen zu dokumentieren, politische Gespräche vorzubereiten oder Pressearbeit zu unterstützen: Die einheitliche Datenbasis — als Polizeiangaben aus allen Bundesländern — ermöglicht eine
konsistente Argumentation.
Die ehrenamtliche Arbeit unterstützt dabei nicht nur die Fahrrad-Unfallkarten, sondern auch ausgewählte statistische Auswertungen der Unfalldaten. Dazu gehört zum Beispiel die Fahrrad-Unfallrate: Wie viele Unfälle mit Radfahrenden, bei denen jemand verletzt wurde, gab es pro 100.000 Einwohnenden? Dadurch werden Vergleiche zwischen Kommunen möglich, aber auch
eine Antwort auf die Frage, ob es vor Ort mehr Fahrrad-Unfälle gibt als im Bundes- oder Landesschnitt.
Praxisbeispiele zeigen Nutzen bei den Initiatoren
Verantwortlich für Konzeption und Entwicklung der Web-Anwendung sind Dr. Reinhard Spörer und Torsten Schönebaum, die beim ADFC Langenhagen beziehungsweise ADFC Ammerland aktiv sind. So überrascht es nicht, dass die Ortsgruppe in Langenhagen Karten und Diagramme von Fahrrad-Unfallorte.de intensiv auf der eigenen Webseite verwendet, um auf
Unfallschwerpunkte hinzuweisen — und sie hat sie bereits intensiv gemeinsam mit Stadtverwaltung, Ordnungsamt, Polizei und anderen lokalen Stellen erfolgreich genutzt, um Unfallschwerpunkte zu entschärfen: Als Unfall-Schwerpunkte wurden rasch “Zweirichtungs-Radwege”, also das angeordnete Geisterradeln, erkannt und durch Maßnahmen sicherer gemacht.
Im Ammerland waren die Fahrrad-Unfallkarten eine wesentliche Grundlage für die Erstellung von Fahrrad-Schulwegplänen für die KGS Rastede. Mit über 2.100 Schüler*innen ist das eine der größten allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen. Damit alle sicher zum Unterricht und wieder nach Hause kommen, gibt es auf www.mobil.kgs-rastede.de Karten und detaillierte Schulweg-Beschreibungen. Die Karten in Fahrrad-Unfallorte.de haben dabei geholfen, in den empfohlenen Routen gefährliche Abschnitte zu meiden. Wo das nicht möglich war, wird besonders auf Gefahren hingewiesen und Tipps zum sicheren Passieren gegeben.
Bundesweit genutzt
Inzwischen sind auch andere Fahrrad-Aktive aus dem gesamten Bundesgebiet auf die Web-Anwendung aufmerksam geworden. Eindrucksvoll ist zum Beispiel, wie das Team #SucheSicherenRadweg Gefahrstellen auf der Hauptrad-Route 1 in Stuttgart identifiziert und in einem Vortrag beim Bezirksbeirat Stuttgart-Mitte präsentiert hat.
Die Stärken und die Grenzen des Projekts
Datengrundlage für die Anwendung ist der Unfallatlas des Statistischen Bundesamts. Darin werden die amtlichen Unfallmeldungen der Polizeien in den 16 Bundesländern zusammengefasst. Das sorgt für Seriosität. Das Projekt betrachtetdie Unfälle mit schwerem Leid durch Tötung bzw. Körperverletzung, was auch Einschränkungen mit sich bringt: So werden Unfälle ohne Verletzte oder Beinahe-Unfälle nicht erfasst. Auch ist die Zahl der Verletzten nicht in den Daten enthalten. Die Genauigkeit der Koordinaten liegt zwischen 10 und 20 Metern und ist somit für sehr viele Fälle ausreichend.
Klar ist auch: Machen!
Die IT-Anwendung zwar, was vor Ort wo passiert und wo die Unfallschwerpunkte liegen: Im nächsten Schritt braucht dann es eine detaillierte Beschäftigung mit der jeweiligen Örtlichkeit. Und:
Die Karten zeigen sehr übersichtlich die Radfahr-Problemstellen in JEDER bundesdeutschen Kommune, lösen sie aber nicht von allein in Luft auf. Erst, wenn Kommunen, Polizei und Verkehrsteilnehmende bereit sind, Konsequenzen zu ziehen und ins Handeln zu kommen, wird sich die Verkehrssicherheit vor Ort verbessern.
Aber www.Fahrrad-Unfallorte.de ist ein guter Ausgangspunkt für folgende unfallreduzierende Maßnahmen:
Einfach machen!
Projekt-Kontakt
- 0151 240 799 75
- info [at] adfclangenhagen.de
Deine Ausprobier-Links
Radunfälle mit Tötung / Körperverletzung
Update auf 2025: Im Sommer 2026
1. Karten
Erkenne Radunfall-Schwerpunkte auf den Karten
Tipp 1:
=> Auf der Webseite den Daten-Hinweis lesen
=> und blaues Feld anklicken: “Alles klar: Karte anzeigen”
Tipp 2:
=> Unfall-Punkt auf der Karte anklicken
=> weitere Informationen werden angezeigt
- Karte 6.435 Radunfälle: Berlin-Mitte
- Karte 396 Radunfälle: Hamburg-Mitte-Altstadt
- Karte 18.026 Radunfälle: München
- Karte 10.813 Radunfälle: Köln
- Karte 8.578 Radunfälle: Landeshauptstadt Hannover
- Karte 447 Radunfälle: Meerbusch <= gewidmet Alexander B.
- Karte 559 Radunfälle: Langenhagen <= Projekt-Co-Autor Spörer
- Karte 206 Radunfälle: Rastede <= Projekt-Co-Autor Schönebaum
2. Statistiken
Beispiel:
Erkenne die Unfallgefährlichkeit - und tu was
Fahrrad-Unfallrate 2024: Radunfälle je 100.000 Einw.
- 114 Radunfälle je 100.000 Einw.: Berlin
- 145 Radunfälle je 100.000 Einw.: Hamburg
- 155 Radunfälle je 100.000 Einw.: München
- 175 Radunfälle je 100.000 Einw.: Köln
- 195 Radunfälle je 100.000 Einw.: Landeshauptstadt Hannover
- 216 Radunfälle je 100.000 Einw.: Dresden
- 102 Radunfälle je 100.000 Einw.: bundesweiter Durchschnitt
- 144 Radunfälle je 100.000 Einw.: Meerbusch <= gewidmet Alexander B.
- 138 Radunfälle je 100.000 Einw.: Langenhagen <= Projekt-Co-Autor Spörer
- 103 Radunfälle je 100.000 Einw.: Rastede <= Projekt-Co-Autor Schönebaum








